Bitcoins oder wie verspiele ich Vertrauen

Währungen funktionieren auf Vertrauensbasis. Entweder vertraut man Staaten, Banken oder aber der Notwendigkeit von Rohstoffen.
Bitcoins sind da etwas völlig anderes, keine Instanz die an Umsätzen verdient aber auch keine Instanz, die gegen Ausfall schützt.
Dass das schief gehen kann, zeigt das Drama um die Tauschbörse Mt.Gox. Aber auch andere Bitcoin-Börsen sind nicht die integersten.

In meinem Fall Bitstamp. Seit jeher benutze ich eine eineindeutige E-Mailadresse für die Kommunikation mit Firmen jeglicher Coleur. Heute nun flatterte die erste Mt.Gox-Scam-Email über die exklusiv für Bitstamp verwendete Adresse herein. Entweder hat der Laden also ein Sicherheitsproblem oder aber verscherbelt die Daten seiner Nutzer zusätzlich noch an mindestens zwielichtige Partner.

Danke Bitcoin, aber so nicht…

Ultralauf #2: Rennsteiglauf Supermarathon

Für einen DDR Bürger ist es schon fast ein Muss, einmal den Rennsteig gelaufen zu haben, und so wagte ich mich mit der Brocken Challenge im Rücken an den Supermarathon, 72 wunderschöne Landschaftskilometer.
Noch unerfahren auf allen Distanzen jenseits der 42 Marathonkilometer habe ich mir zum Ziel gesetzt, unter 10 Stunden zu bleiben. Das hervorragende Läuferwetter – für die Zuschauer war es eher zu kühl – sorgte aber für eine deutlich bessere Zeit.

Im Unterschied zum Brockenlauf, bei dem es im Wesentlichen nur bergauf ging, kamen hier nicht unwesentliche Senken dazu, die auch verletzungsfrei bewältigt werden wollten. Und ja, auch Gefälle kann ordentlich an den Beinmuskeln zerren, so dass dann keine “Körner” mehr für die nächste Steigung vorhanden sind. Genügend Disziplin bergab hilft aber.
Der Lauf war sehr schön und ohne größere Zwischenfälle, die Stationen boten ein für solche Großereignisse gewohnt reichhaltiges kulinarisches Angebot, inklusive des legendären “Schleims” :-)

Die Kondition gut eingeteilt und ständige Hochrechnungen im Kopf machten schon bald eine Zielzeit um die 8 Stunden aus. Um diese auch tatsächlich zu unterbieten, habe ich dann sogar die letzte Verpflegungsstation komplett ausgelassen und tadaa, 7 Stunden und 52 Minuten!

Fazit: herrliche Veranstaltung, die ich jedem Ultraläufer nur empfehlen kann. Der Rennsteiglauf ist eine Tradition und mittlerweile sogar europaweit eine Instanz.

Brocken Challenge X – Here we go!

Es gibt Dinge, darüber schütteln viele Menschen einfach nur den Kopf. Ausdauerläufe ab einer Distanz von 10 Kilometern aufwärts zählen auch schon dazu, das habe ich nach mittlerweile sechs absolvierten Marathons gelernt.
An diesem zweiten Wochenende im winterlichen Februar wollte ich mich aber einer ganz besonderen Herausforderung stellen: 80 Kilometer, 1900 Höhenmeter, Minusgrade und Tiefschnee, kurzum die Brocken Challenge, das härteste Rennen Norddeutschlands.
Nach einer eher mittelmässigen Vorbereitung war ich zum Veranstaltungstag aber soweit fit. Beim Pflichtprogramm wie Briefing, Nudelparty und Übernachtung in einem Reiterhof spürte man überall den Geist der Challenge – jede Menge Verrückte in voller Erwartung eines frostigen Abenteuers.
Nach dem veganen Frühstück bei Aussentemperaturen ging es pünktlich kurz nach 6 Uhr in der Früh’ los, eine mit 200 hellen Stirnlampen besetzte Meute setzte sich in Gang und begab sich in einer durch Fackeln beleuchteten unglaublich herrlichen Szenerie auf die Reise. Die ersten Kilometer verflogen nahezu, kaum große Anstrengungen, ich bremste mich eher immer wieder ein, um nach 42 Kilometern noch genug Reserven für die danach für mich vollkommen unbekannte Distanz zu haben. Durch verschlafene Dörfer hindurch fühlte sich alles im Großen und Ganzen noch wie ein gemütlicher langer Lauf an einem Wochenende an, noch…
Erste Steigungen auf dem Weg zur Marathonmarke gaben schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was wartete. Von den Höhenmetern waren bis dahin nicht einmal ansatzweise die Hälfte geschafft. Nach 42,5km in Barbis kam dann auch der zermürbenste Teil der gesamten Strecke. Verglichen mit den letzten 10km waren die als der sogenannte Entsafter bekannten 20km bis Kilometer 63 körperlich gar nicht mal sehr schwer, aber mental war ich hier am stärksten herausgefordert, immer wieder fragte ich mich, warum ich hier eigentlich durch den Tiefschnee wate und meine Sehnen und Bänder riskiere.
Stetige Steigungen auf Serpentinen sowie absolut ungespurter Tiefschnee zwangen mich immer wieder zu längeren Gehpausen die dann auch reichlich 3 Stunden Wegzeit für gerade mal 20 Kilometer bedeuteten (meine Bestzeit auf der Halbmarathondistanz liegt bei 1h:30m).
Das zehrte sehr und machte für mich den eigentlichen Charakter der Brocken Challenge aus.
Nach der Station in Lausebuche waren dann lediglich noch 17 Kilometer zu bewältigen, wenn auch von den Steigungen her nicht ganz ohne, waren die letzten Kilometer aber mit dem Ziel vor Augen nur noch ein körperlicher Kraftakt. Von Gedanken an’s Aufgeben keinerlei Spur mehr.
Nach ziemlich genau 12 Stunden lief ich dem auf jeden Finisher wartenden Empfangskomitee in die Arme und war überglücklich, den Brocken bezwungen zu haben.
Der Rest ist relativ schnell erzählt, Kohlenhydratspeicher wieder aufgefüllt, 10km vom Brocken zurück nach Schierke ausgewandert, und die Schmerzen überall waren da schon fast obligatorisch.

Dennoch, eine absolut traumhafte und perfekt organisierte Laufveranstaltung. Ein großartiger Dank von mir geht daher auch an das Orgateam sowie an alle Unterstützer, die teilweise stundenlang in der Kälte ausgeharrt haben und nur für die Läufer da waren, ihr habt die wahre Challenge gemeistert – wir Läufer konnten uns ja die gesamte Zeit warm laufen und hatten ein Ziel vor Augen :-)

Jetzt, zwei Tage danach, geht der Gedanke auch bereits schon wieder in’s kommende Jahr. Ein paar Fehler auslassen, undichtes Schuhwerk zum Beispiel, mehr Bergtraining in der Vorbereitung, und dann wird die 11. Brocken Challenge ganz sicher wieder ein Höhepunkt im Läuferjahr.

Zusammenfassung Laufjahr 2012

Das Jahr ist Geschichte und damit ist es an der Zeit kurz einen Blick auf das Läuferische zurück zu werfen.
Insgesamt war es für mich ein erfolgreiches Jahr, den Gesamtumfang von 1918 auf 2608 Kilomenter gesteigert, persönliche Bestzeiten auf der 10km-, Halbmarathon- und Marathondistanz aufgestellt und isgesamt mit der Entwicklung zufrieden gewesen.

Einen nicht unwesentlichen Anteil daran hatte der Wechsel des Trainingsplans auf den des Lizenztrainers Peter Greif ab der zweiten Jahreshälfte – das ist auch deutlich in den Umfängen im Monat August als direkt Vorbereitung auf den September Marathon in Karlsruhe zu sehen. Für 2013 verspreche ich mir von der Fortführung dieses Plans zum einen nochmal gesteigerte Umfänge sowie wiederum Bestzeiten auf den drei Hauptdistanzen. Für die angepeilten Sub3h für einen Marathon wird es zwar noch zu früh sein, die Ziele liegen aber ansonsten bei unter 41m:00s für die 10 Kilometer, unter 1h:30m für den Halbmarathon und unter 3h:10m für die Marathondistanz.

Ausgeschmückt werden die Ziele erstmals mit zwei geplanten Ultraläufen, davon der erste – der eigentlich schwerere – Anfang Februar bei der Brocken Challenge 2013 und der zweite der Rennsteiglauf im Mai, bis auf Ankommen habe ich mir hier aber keine konkreteren Ziele gesetzt.
Der Marathon im Frühjahr wird wie üblich wieder der Hamburger sein, für den Herbstmarathon habe ich mich noch nicht festgelegt, Frankfurt klingt aber recht interessant.

Als kleinere Wettläufe nehme ich sicher wieder den Alsterlauf, Bergedorfer Citylauf sowie den einen oder anderen Vorbereitungslauf mit, das ergibt sich dann aber mit der Zeit.

Wettkampfplanung für 2012, die Zweite.

Mit fortschreitender Zeit konkretisiert sich mein Zeitplan etwas, daher hier ein kleines Update:

April:

  • 22. April: Halbmarathon beim Leipzig Marathon
  • 29. April: Hamburg Marathon

Juni:

  • 2. Juni: Lauf Zwischen Den Meeren

August:

  • 19. August: 10 km beim Sundlauf

September:

  • 2. September: 16 km beim Airport Race
  • 9. September: 10 km beim Alsterlauf
  • 23. September: Baden Marathon in Karlsruhe

Noch nicht ganz sicher:

Oktober:

  • 28. Oktober: Frankfurt Marathon

Da ich mir eigentlich vorgenommen hatte, so langsam mal ein paar Höhenmeter anzugehen, überlege ich noch, ob ich den Teutolauf am 20. Oktober noch mitnehme, dann gäbe es aber definitiv keinen Frankfurt Marathon.

Resumee 2011

Nein, das Blog ist nicht aufgegeben :-)

Daher hier ein paar Facts zu meinem persönlichen Laufjahr 2011: in insgesamt 140 Laufeinheiten habe ich 1918 km abgespult. Darunter waren einige echte Highlights, so zum Beispiel der Sundlauf in Großenbrode, der mir meine aktuelle 10km Bestzeit von 43min:17sec einbrachte. Sehr gut lief auch der Halbmarathon in Leipzig, mit 1h:38min:52sec, ebenfalls PB auf der Halbmarathondistanz.
Und natürlich, nicht zu vergessen, der Berlin Marathon mit meiner ersten Zeit von unter 4 Stunden: 3h:32min:28sec.
Nicht so gut lief der Alsterlauf, hier wollte ich die o.g. 10km Bestzeit knacken, hatte mich wohl aber mit der Anfangspace und den hohen Temperaturen übernommen. Auch der Hamburg Marathon entsprach nicht meinen Erwartungen, da waren es vor allem die langen Läufe, die ich krankheitsbedingt in der Vorbereitung nicht absolvieren konnte.

Das große Ziel für 2012 ist vor allem eine Zeit von deutlich unter 3h:30min auf der Marathondistanz zu schaffen. Bei 10km möchte ich längerfristig gern unter 40min laufen können, das wird sich dieses Jahr aber noch nicht umsetzen lassen, der Wille allerdings ist da!
Aufs Jahr gerechnet hoffe ich, die 2000er Marke an Jahreskilometern zu überbieten.
Und was die geplanten Wettkämpfe betrifft, der HM in Leipzig ist jedenfalls schon wieder gesetzt. Die grobe Planung der Marathonläufe sieht (natürlich) den Hamburg Marathon vor, und für die zweite Jahreshälfte den Baden-Marathon in Karlsruhe und eventuell den Frankfurt Marathon.

Neben diesen Höhepunkten wird es aber auch wieder einige Vorbereitungswettkämpfe geben, 10km in Timmendorf, Alsterlauf und Airport Race in Hamburg und sicher auch wieder der Lauf zwischen den Meeren, an dem sich die akquinet mit diesmal drei Teams beteiligen wird. Vielleicht schaffe ich es auch noch, einen bergigeren Wertungslauf einzubauen, mal sehen…

Ihr seht, das Jahr verspricht nicht langweilig zu werden. In diesem Sinne wünsche ich euch ebenfalls ein erfolgreiches und nicht zu langweiliges neues Jahr.

Statusupdate nach längerer Pause

Mal wieder ist das Bloggen etwas eingeschlafen. Da ich mich aber jetzt mehr und mehr mit der Terminplanung für das kommende Jahr beschäftige, hier ein kleines Statusupdate:

Das zurückliegende Training und der abschließende Berlin Marathon waren ein voller Erfolg. Bis auf eine kleine ca. einwöchige Pause aufgrund einer Erkältung lief es diesmal durch und ich konnte meine bisherige Bestzeit von 4 Stunden und 14 Minuten praktisch pulverisieren… *trommelwirbel*

3 Stunden und 32 Minuten!

Und erstmals habe ich auch die Taktik durchhalten können, die zweite Hälfte schneller als die erste zu laufen (ca. 4min). Es war ein sehr entspannendes Gefühl, bis zur 21 KM Marke praktisch kaum außer Puste zu sein und dann spürbar eine Schippe drauflegen zu können.
Prompt verfehlten mich meine Eltern im Ziel, die mich dort die letzten Meter noch anfeuern wollten, hatten sie mich doch noch nicht soo früh erwartet :-) Dennoch einen großen Dank nochmal an dieser Stelle für die Begleitung das ganze Wochenende über, es war ein wirklich schönes Ereignis.

Und deswegen werde ich es auch auf sich beruhen lassen und nächstes Jahr nicht wieder in Berlin starten.
Hamburg am 29. April und eine Woche zuvor der Leipziger Halbmarathon sind bereits gesetzt, für den Rest brauche ich noch ein paar Inspirationen, Frankfurt vielleicht? Oder München? Oder etwas im Ausland? Mal sehen…

Und damit es auch kontinuierlich vorwärts geht, werde ich demnächst auch mit Lauftraining im Verein starten, gute Tipps, ein wachsames Auge durch deutlich erfahrenere und auch schnellere Läufer sollen mir im nächsten Jahr eine Zeit unter 3h:30min bescheren. 3h:15min wäre ein Traum!